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 Elektronische und digitale Hilfsmittel erleichtern und optimieren den Unterricht an der Sekundarschule Telgte. „Das Medienkonzept der Sekundarschule,“ so Schulleiterin Inga de Lange, „sieht vor, dass die neuen Medien Bestandteil des Unterrichtes sind. Früher präsentierte der Lehrer seine Ergebnisse an der Wand, heute sind es die Schüler, die mit Unterstützung der Technik ihre Arbeitsergebnisse vor den Augen ihrer Mitschüler präsentieren. „Schüler lernen und verstehen Technik und den digitalen Einsatz und werden so auf das Berufsleben vorbereitet. “Es stärkt zusätzlich das Selbstbewusstsein der Schüler“, so die Schulleiterin. 500 Schülerinnen und Schüler werden inzwischen an der Sekundarschule Telgte unterrichtet. In allen zwanzig Klassen ist diese Technik vorhanden. Der Einsatz von Dokumentenkameras ist eine zusätzliche Hilfe für den Unterricht und inzwischen zu einem festen Bestandteil geworden. „Diese Kameras bilden die Brücke zwischen analogen Medien (z.B. Buch, Atlas) und den digitalen Medien und bieten zusätzlich weitere Möglichkeiten der Präsentation,“ fasst die Schulleiterin zusammen. Die Vereinigte Volksbank Münster fördert dieses Projekt bereits von Anfang an. So freuten sich Schulleiterin Inga de Lange sowie Birgit Deppe und Andrea Austrup vom Förderverein, als sie jetzt erneut von der Volksbank mit fünf weiteren Dokumentenkameras ausgestattet wurden.

 

Mit diesen Dokumentenkameras  können jede Art von Gegenständen und Objekten aufgenommen sowie digitale und hoch auflösende Bildsignale auf den Elektronikboards während des Unterrichtes übertragen werden. „Die Smartboards, auf denen man mit speziellen Stiften schreiben kann, werden mit den Laptops verbunden, verfügen über alle Windows-Programme und eine eigene Software“,“ berichtet Schulleiterin Inga de Lange. Volksbank-Filialleiter Michael Schoene erlebte den Nutzen dieser Kameras. Die Kreide aus seiner Schulzeit gebe es nicht mehr. So zeigte er sich begeistert, dass  Schüler ihre Bücher oder andere Papiervorlagen unter die Optik der Dokumentenkameras legen und mit Unterstützung eines Beamers an die  Wand werfen und so auch ihre Hausaufgaben, Einzel- oder Gruppenarbeiten präsentieren und live bearbeiten können. So berichtet Inga de Lange, dass Lehrer und Schüler gute Erfahrungen mit der Wiedergabe von Arbeitsblättern oder Exponaten machen. Diese können zusammen mit einem Beamer nicht nur großflächig gezeigt, sondern auch abgefilmt und gespeichert werden. „Zweifellos findet so eine wesentliche Qualitätsverbesserung des Unterrichtes statt.“

 

 

 

Telgte. 500 Schüler der Sekundarschule können inzwischen die komplette digitale Technik mit Unterstützung der Vereinigten Volksbank Münster nutzen, v.l. Michael Schoene (Filialleiter), Inge de Lange, Birgit Deppe und Andrea Austrup.

 

Foto: Bernd Pohlkamp

 


„Ein gelungener Wandertag“, so das Resümee der Klasse 8a nach einem anstrengenden, aber auch äußerst interessanten Wandertag Ende Januar. Mit der Bahn fuhr die 8a gemeinsam mit ihren Klassenlehrern nach Köln. Dort stärkten sich alle zunächst in der Innenstadt, die in Kleingruppen auf eigene Faust erkundet werden konnte. Anschließend ging es zum WDR-Studio Zwei gleich nebenan.

Dort produzierte die Klasse unter fachlicher Anleitung der Profis vom WDR mit professionellem Equipment, das auch für echte Fernsehaufnahmen verwendet wird, ihr eigenes, 12-minütiges Fernsehmagazin „Punkt 31er“. 

In kleinen Teams, die sich untereinander abstimmen mussten, wurden Beiträge, Videos und Texte für die Aufnahme vorbereitet. Vor der Liveaufnahme ging es dann für die Moderatoren und Moderatorinnen in die Maske, ehe schließlich alle Augen auf Kameramänner  und Techniker gerichtet waren, die nun während der Produktion das Sagen hatten. Alle waren schließlich stolz auf das Video, das nun auch den Eltern der 8a gezeigt werden soll.  „Es ist toll, dass die Schülerinnen und Schüler auf diese Weise verschiedene Berufsbilder der Fernsehwelt kennenlernen konnten, wie z.B. den Bildmischer, den Ton-Ingenieur, den Aufnahmeleiter, den Kameramann, den MAZer  und natürlich auch die Jobs vor der Kamera“, freute sich auch Klassenlehrerin Dieckmann, „die Schule leistet somit auch einen Beitrag zur Berufswahlorientierung.“

 

 


Fünfter Vorlesewettbewerb der Sekundarschule

Wie jedes Jahr zur Weihnachtszeit fand in der Sekundarschule Telgte der Vorlesewettbewerb statt, der vom Börsenvereins des Deutschen Buchhandels veranstaltet wird. Aus den vier Parallelklassen des sechsten Jahrgangs traten Maya, Lisa Marie, Maja und Viktoria an, um ihre Mitschülerinnen und Mitschüler sowie die Jury in spannende Bücherwelten zu führen. In der gemütlichen Schülerbücherei lasen die vier Mädchen, die zuvor die klasseninternen Wettbewerbe gewonnen hatten, dem Publikum aus ganz unterschiedlichen Büchern vor. Von Harry Potter über Gregs Tagebuch, Pferdeabenteuer bis hin zu Internatsgeschichten war alles dabei. In der zweiten Runde versuchten sich die Teilnehmerinnen an einem ungeübten Buch: Mit den Herdmanns hatten die engagierten Organisatorinnen aus der Schülerbücherei einen beliebter Weihnachtsklassiker ausgewählt. Nach Auswertung der Punkte stand fest: Maja wird die Schule in der nächsten Runde vertreten und sich mit den Siegerinnen und Sieger der anderen Schulen des Nordkreises Warendorf messen. Martina Elges von der Schülerbücherei betonte die hervorragende Leistung aller Teilnehmerinnen und ehrte diese mit einem Buchgeschenk.

 Foto: von links: Maya, Viktoria, Maja, Lisa Marie

 

 


Nordrheinwestfalenweit haben wir auf der Niveaustufe 1 den 28. Platz von über 120 teilnehmenden Schulen belegt.

Der Wettbewerb wird seit 5 Jahren vom Institut Français Deutschland veranstaltet. Im Januar, zum Jahrestag der Unterzeichnung des Elysée-Vertrages, haben unsere Schülerinnen und Schüler mithilfe multimedialer Quellen knifflige Fragen zu unserem Nachbarland und den Ländern der Frankophonie in Teamarbeit beantwortet. Zur intensiven Recherche kamen dabei die schuleigenen Ipads sowie die Computer im PC-Raum 2 gleichermaßen zum Einsatz.

Ziel des Wettbewerbs ist es, die Schülerinnen und Schüler für die französische Sprache und Kultur zu begeistern und den Einsatz digitaler Medien im Fremdsprachenunterricht zu fördern.

Den Schülerinnen und Schülern hat der Wettbewerb viel Spaß gemacht, und sie sind sich einig: Das nächste Mal sind wir wieder dabei!


Nach kräftigem Polieren mit dem Putzlappen und einem Spezialpflegeprodukt ist die kleine, flache Messingtafel wieder blitzblank: Bereits zum zweiten Mal zogen die Schülerinnen und Schüler der 9a durch die Altstadt und brachten die grau angelaufenen Stolpersteine, die an vier verschiedenen Stellen im Straßenpflaster verlegt sind, wieder auf Hochglanz. Aber was sind das eigentlich für Steine, die dort liegen und vielen Passanten kaum auffallen?

Man findet diese Stolpersteine in vielen deutschen Städten. Sie liegen überall dort vor den Häusern, wo bis vor etwa 80 Jahren Menschen wohnten, die später aufgrund ihrer Herkunft, „Rasse“ oder Hautfarbe von den Nationalsozialisten ermordet wurden. Auf den Steinen stehen die Namen der Personen, ihr Geburtsdatum und das Datum ihrer Verschleppung oder Ermordung. Somit erinnern die Stolpersteine an diese Mitbürgerinnen und Mitbürger, die unschuldig sterben mussten.

Vor einem halben Jahr hat die Klasse 9a, angeregt durch den ehemaligen Telgter Realschullehrer Ludwig Rüter,  die Aufgabe übernommen, sich um die Stolpersteine zu kümmern, was bisher von Schülerinnen und Schülern der Haupt- und Realschule erledigt worden war. Vor ihrer ersten Reinigungstour hatte sich die 9a im Geschichtsunterricht bereits mit den jüdischen Telgter Familien Auerbach und Mildenberg beschäftigt, deren Familienmitglieder fast alle während des zweiten Weltkriegs von den Nazis umgebracht worden waren.  Ihre Stolpersteine liegen an der Steinstraße, der Bahnhofstraße und der Königstraße. Außerdem gibt es zwei Stolpersteine an der Ritterstraße, die an zwei Geschwister erinnern, die sterben mussten, weil ihre Mutter nicht „deutsch“ genug war.

Nun stand eine erneute Reinigung an, denn das Messing war schon wieder dunkel angelaufen, und es gab einen aktuellen Gedenktag: am 9. und 10. November 1938 wurden überall in Deutschland jüdische Familien von Nazis misshandelt und ihre Gebetshäuser angezündet. Auch in Telgte mussten die betroffenen Familien ab diesem Zeitpunkt um ihr Leben fürchten.

Die Schülerinnen und Schüler leisten mit ihrem Poliereinsatz einen wichtigen Beitrag dazu, dass die Namen in Erinnerung behalten und die damaligen schlimmen Ereignisse nicht vergessen werden.